Wadenkrämpfe:
Wann sollten Sie zum Arzt?

Nächtliche Wadenkrämpfe sind meist besonders intensiv und schmerzhaft. Hier ist schnelle Hilfe gefragt.
Wadenkrampf - Wann sollten Sie zum Arzt?

Wadenkrämpfe: Wann sollten Sie zum Arzt?

Häufige Wadenkrämpfe sind für den Arzt eine Orientierungshilfe bei der Diagnose von bestimmten Erkrankungen. Sie können dem Arzt beispielsweise einen Hinweis auf eine zugrundeliegende Nerven- oder Muskelstörung liefern. Treten die Wadenkrämpfe nur gelegentlich auf, liegt das meistens an einem „Ausnahmezustand“. Vielleicht haben Sie Ihre Trainingsintensität spontan gesteigert oder Ihre Muskeln beim Umzugskisten-Schleppen und Treppensteigen überbeansprucht. Isotonische Getränke (Getränke mit der gleichen Konzentration von Mineralstoffen wie das menschliche Blut) können in diesen Fällen schnell helfen. Sollten die schmerzhaften Wadenkrämpfe jedoch häufiger vorkommen, womöglich in Kombination mit Taubheitsgefühlen, Kribbeln oder Bewegungseinschränkungen, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. 

Sie sollten Ihre Wadenkrämpfe auf jeden Fall mit Ihrem Arzt abklären, wenn sie:

  • oft auftreten und Sie nachts oder auch tagsüber immer wieder plagen.
  • nicht von selbst oder durch Dehnen oder vorsichtiges Massieren verschwinden.
  • nicht durch die Einnahme von Magnesium in den Griff zu bekommen sind.
  • stark schmerzen und der Schmerz längere Zeit nicht abklingt.
  • von Taubheitsgefühlen, Kribbeln oder Lähmungen begleitet sind.
Bei Wadenkrämpfen: Wann zum Arzt?

Ihrem Arzt stehen weitere Therapiemöglichkeiten zur Verfügung, die Ihnen helfen können.

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Wegweisend für die Behandlung Ihrer Wadenkrämpfe: Das Arzt-Patienten-Gespräch

Ihr behandelnder Arzt ist in der Regel mit Ihrer Krankengeschichte, eventuell vorliegenden Erkrankungen und den Medikamenten, die Sie einnehmen, bereits vertraut. Wenn dann neue Symptome auftreten, beispielsweise nächtliche Krämpfe, kann das Ihrem Arzt als Anhaltspunkt für eine Diagnose dienen.

Schildern Sie Ihrem Arzt deshalb möglichst genau, wann und wie oft die Wadenkrämpfe auftreten. Dazu gehört auch, wie die Krämpfe sich äußern, und was Sie dagegen vielleicht bereits unternehmen. Wie lange die Krämpfe anhalten und welche Muskeln genau sich verhärten, sind ebenfalls wichtige Informationen für den Arzt. Wenn in Ihrer Familie bereits Wadenkrämpfe vorkommen, sollten Sie das Ihrem Arzt auch mitteilen. Manchmal kann nämlich eine erblich bedingte Nerven- oder Muskelstörung der Auslöser für die Wadenkrämpfe sein.

Ihre körperlichen Aktivitäten, Ihre Trink- und Ernährungsgewohnheiten, ebenso Ihr Alkohol- und Tabakkonsum – all diese Faktoren können nächtliche Krämpfe begünstigen. Auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht wirklich relevant scheint: Teilen Sie es Ihrem Arzt auch mit, wenn Sie in der letzten Zeit vermehrt geschwitzt haben oder häufig Wasser lassen mussten. Solche Symptome bringen oft den Elektrolyt-Haushalt durcheinander, und das kann Krämpfe auslösen. Das gleiche gilt für (Brech-)Durchfälle.
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